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Genfer Tierzucht

Der Kanton Genf ist für seine Viehzucht nicht besonders bekannt, doch werden die wichtigsten Nutztierarten und sogar ein paar besondere Rassen auf Kantonsgebiet gehalten.

Rinder

Die Zahl der Mutterkühe liegt leicht unter jener der Milchkühe. Zum Unterschied zwischen diesen Bezeichnungen : zur ersten Kategorie gehören Muttertiere, die mit ihren Kälbern gehalten werden und zur Fleischproduktion bestimmt sind. Zur zweiten Kategorie gehören Tiere, die für die Milchproduktion aufgezogen und deren Kälber von der Mutter getrennt werden, damit diese gemelkt werden können. Im Jahr 2005 betrug der Rindviehbestand 2'547 Einheiten.

Schafe

Auf den Genfer Weiden grasen über 2'000 Schafe. Am meisten verbreitet ist die Rasse der aus der Schweiz stammenden weissen Alpenschafe. Diese zeichnet sich aus durch einen guten Fleischertrag und eine gute Fruchtbarkeit, denn die Mutterschafe werfen mehr als einmal pro Jahr Junge.

Genfer Züchter haben die Rasse Rouge de l’Ouest in die Schweiz eingeführt. Diese Rasse ist erkennbar an der roten Farbe an Kopf und Gliedmassen der Tiere und erzeugt Fleisch von ausgezeichneter Qualität.

Schafe werden hauptsächlich des Fleisches wegen gehalten. Von Lammfleisch spricht man, wenn das Tier weniger als ein Jahr alt ist.

Ziegen

Über 250 Ziegen verschiedener Rassen bevölkern das Genfer Kantonsgebiet. Dazu gehört die Rasse der Gefleckten, deren braunes Fell schwarz gestreift ist und die sich durch eine hohe Milchproduktion auszeichnen. Eine solche Ziege kann über 4 Liter Milch täglich einbringen. Die Bündner Ziege ist an ihrem schwarzen Fell mit weissen Flecken an Kopf und Gliedmassen zu erkennen und wird auch in Genf gezüchtet. Es handelt sich ebenfalls um eine wegen der Milch gehaltene Rasse.

Als Exoten sind einige Nubische Ziegen anzutreffen, die zwar wenig Milch liefern, dafür aber Milch von ausgezeichneter Qualität und mit besonders hohem Fett- und Eiweissgehalt. Ihre Zucht bleibt hingegen experimentell und mengenmässig unbedeutend.

Wichtigstes Erzeugnis der Ziegenzucht ist die Milch, mit der die beliebten Ziegenkäse hergestellt werden. Auch das Fleisch wird zum Konsum angeboten.

Lamas und alpagas

Knapp 50 Lama und Alpaka weiden auf Genfer Grasland. Die aus Südamerika stammenden Lama unterscheiden sich von den Alpaka durch ihre Körpergrösse, die Form ihrer Ohren und den geraden Rücken, der sich zum Lastentragen eignet. Ein Alpaka wird vor allem wegen seiner wertvollen Wolle gehalten.

Bienen

Über 1'500 Bienenvölker wurden in Genf gezählt. Der Honig ist das bekannteste Produkt aus der Bienenhaltung.

Bison

Im Kanton Genf ist auch eine Bisonherde beheimatet. Am linken Seeufer in Collex-Bossy zählt die Zucht von Laurent Girardet ungefähr 160 Tiere. Die Bisonrinder leben mindestens zwei Jahre lang bis zur Schlachtung auf der Weide und ernähren sich im Sommer vom Gras und im Winter vom ebenfalls aus dem eigenen Betrieb stammenden Heu.

Prozentualer Überblick über die Genfer Viehzucht

 

 

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